Ratgeber
Holzterrasse pflegen und ölen: Vergrauung verstehen, richtige Strategie wählen
Viele Terrassenbesitzer fragen sich, ob sie ihre Dielen ölen sollen, was gegen Vergrauung hilft und wie oft eine Nachbehandlung sinnvoll ist. Hier bekommst du eine klare Entscheidungshilfe plus Intervalle und Verbrauchswerte für die Praxis.
Welche Strategie passt zu Ihnen?
Ich will Naturgrau
Schutz vor Wasser und Schmutz, gleichmäßige Patina, weniger Pflegeaufwand.
Zur Strategie A
Ich will die Farbe erhalten
Pigmentierter UV-Schutz, damit der ursprüngliche Farbton länger bleibt.
Zur Strategie BWarum vergraut Holz?
Holz enthält unter anderem Lignin, das für den natürlichen Farbton mitverantwortlich ist, aber nicht dauerhaft UV-beständig bleibt. Sonne und Wetter bauen diese Bestandteile an der Oberfläche ab, dadurch entsteht mit der Zeit die typische silbergraue Patina.
Dieser Prozess wird oft als „Delignifizierung“ bezeichnet, weil das Lignin an der Oberfläche abgebaut wird. Helle Fasern können natürliche Oberflächenbestandteile sein und lassen sich oft abbürsten.
Verliert Holz durch Vergrauung Qualität oder Stabilität?
In der Praxis meist nein. Die Vergrauung betrifft vor allem die Oberfläche und den Farbton. Die tragende Substanz bleibt in der Regel stabil.
Weil der Abbau hauptsächlich in den oberen Schichten passiert, kann man die graue Schicht bei Bedarf abschleifen oder mit geeigneten Reinigern behandeln, wenn man wieder mehr vom ursprünglichen Ton sehen möchte.
Strategie A: Holz natürlich vergrauen lassen
Wenn du den Naturgrau-Look magst, lohnt sich trotzdem eine Behandlung, weil sie die Oberfläche vor Wasser, Schmutz und schneller Verschmutzung schützt und die Vergrauung gleichmäßiger ausfallen kann. Hiefür erhalten Sie bei uns im Shop unsere Pflegeemulsion.
Empfehlung
- Farbloser Oberflächenschutz für Wasser- und Schmutzabweisung
- Fördert eine gleichmäßige Patina
- Jährlich auffrischen, wenn du merkst, dass die Oberfläche schneller Wasser annimmt
Strategie B: Die ursprüngliche Farbe erhalten
Wenn du den warmen Holzton möglichst lange behalten möchtest, brauchst du in der Regel ein pigmentiertes Öl mit UV-Schutz. Pigmente helfen, UV-Strahlung abzuschirmen, damit die vergrauenden Prozesse langsamer ablaufen. Hierfür erhalten Sie je nach Holzart das passende Öl.
Empfehlung
- Pigmentiertes Terrassenöl für Farbkonservierung
- Erste Behandlung direkt nach Verlegung oder ab Werk
- Nachbehandlung je nach Lage und Wetter meist alle 6–12 Monate
Öl-Empfehlungen nach Holzart
Je nach Holzart und Ziel (Naturgrau oder Farbe erhalten) passt ein anderer Öltyp. Die Tabelle ist bewusst simpel gehalten.
| Holzart (Beispiele) | Ziel | Empfehlung | Turnus |
|---|---|---|---|
| Bangkirai, Ipé, Cumaru | Farbe erhalten | Pigmentiertes Hartholzöl (dunkel/neutral passend) | 6–12 Monate |
| Cumaru, Tamarindo, Garapa, Lärche | Farbe erhalten | Pigmentiertes Hartholzöl (hell) | 6–12 Monate |
| Alle gängigen Terrassenhölzer | Naturgrau | Farbloser Oberflächenschutz / Pflegeemulsion | 1× jährlich nach Bedarf |
Wie oft ölen und wie viel brauche ich?
- Zweiter Auftrag: ca. 6 Wochen nach der Erstbehandlung
- Danach: je nach Ziel 1–2× pro Jahr
- Verbrauch: 2,5 L reichen oft für ca. 20–25 m² pro Auftrag (je nach Holz und Saugverhalten)
Beispiel: Bei 30 m² Terrasse brauchst du grob 3–4 Liter pro Auftrag. Bei stark saugenden, frisch geschliffenen Oberflächen kann es mehr sein, bei bereits gesättigten Dielen eher weniger.
Ölservice und Lieferung
Wenn Sie sich Arbeit sparen wollen, kann eine Vorbehandlung bei uns ab Werk sinnvoll sein, weil der Auftrag gleichmäßig und kontrolliert erfolgt. Für Lagerung und Transport hilft UV-geschützte Verpackung, damit das Material bis zur Verlegung möglichst stabil bleibt.
- Gleichmäßiger Auftrag für eine ruhige Optik
- Schutz vor UV, Feuchtigkeit und Schmutz
- Weniger Risiko für frühe Rissbildung durch ausgetrocknete Oberflächen